Der ultimative Lightroom PC / by Gordon Bergling

Schon seit einer ganzen Weile hatte mich die Performance meines inzwischen fast 8 Jahre alten iMacs bei der Bearbeitung von Fotos in Adobe Lightroom schier an den Rand des Wahnsinns getrieben. Für das alltägliches surfen im Netz und Mails beantworten genügte dieser bisher völlig, aber die Bearbeitung von Fotos wurde wirklich zur Qual.

Auf meinem Macbook Pro 13" (Late 2013) machte die Bearbeitung wesentlich mehr Spaß und durch das Retina Display wurde der Wunsch geboren die gleiche Arbeitsgeschwindigkeit auf einem 27" UHD Display zur Verfügung zu haben.

Ich entschied mich vorerst dazu einen UHD Monitor zu kaufen und diesen via Display Port zusammen mit dem Macbook Pro zu betreiben.

Monitor

Der 27UD68-W von LG kristallisierte sich dabei schnell als Favorit unter den UHD Monitoren heraus. Ich entschied mich bewusst für das Vorjahresmodell, da mir der eingebaute USB-C Port als einzige Neuerung im aktuellen Modell keine circa 150 EUR Aufpreis wert waren. 

LG-27UD68-W UHD 4K 27" IPS Monitor

LG-27UD68-W UHD 4K 27" IPS Monitor

Bei dem Betrieb des LG Monitors stellte sich leider schnell heraus, dass die Onboard Grafik des Macbook Pros in Verbindung mit dem eigenen Retina Displays und dem gleichzeitigem Betreiben des LG Displays an Ihre Grenzen gestoßen war.

Nachdem ich nun fast 10 Jahre exklusiv auf Apple Hardware unterwegs gewesen bin entschied ich mich nach einen Preisvergleich zwischen einem 27" iMac mit adäquater Ausstattung für einen Windows10 PC im Selbstbau. Die Kosten würden sich bei einem PC Marke Eigenbau nach erster Hochrechnung fast halbieren.

Gehäuse

Bei der Auswahl der Gehäuse war ich anfangs etwas erschlagen von der schieren Auswahl und leicht eingeschüchtert von den dominant bunt blinkenden Gamer Varianten, aber in dem Fractal Design Define R5 (Teaser) entdeckte ich ein Gehäuse, was mein Herz höher schlagen lies.

Fractal Design Define R5

Fractal Design Define R5

Unter anderem verstärke auch dieses Youtube Review meinen vorab schon sehr positiven Eindruck von dem Define R5. Ein weiteres Youtube Review bezieht sich zwar auf die weiße Version des Gehäuses, allerdings möchte ich auf dieses Review schon aufgrund des herausragend gutem Intros hinweisen. ;-)

Board und CPU

Bei der Auswahl des Motherboards entschied ich mich für ein ASUS Z170-WS, welches mit circa 360 EUR sicherlich nicht die günstigste Variante war, aber bei der exorbitanten Auswahl an Schnittstellen und langlebigen Komponenten doch die solidere Auswahl verglichen mit den reinen Gaming Boards darstellte. Das folgende Youtube Review von den Newegg Studios bestärke mich in meiner Kaufentscheidung und das Review von JTTR untermauerte diese.

ASUS Z170-WS

ASUS Z170-WS

Bei der Auswahl der CPU entschied ich mich für einen Intel i5 6500, der bei rund 220 EUR einen guten Kompromiss zwischen Preis und Performance darstellte. Da ich nicht vor hatte diesen zu übertakten spielte die "-K" Variante bei der Kaufentscheidung keine Rolle.

Intel Core i5-6500 @ 3.20 GHz

Intel Core i5-6500 @ 3.20 GHz

Storage

Bei der Auswahl der Speicherkomponenten entschied mich als primäres Medium für die Samsung 960 PRO NVMe M.2 SSD für die Lightroom Kataloge, sowie das Betriebssystem und die Programme. Als zweiten Tier kommt eine Samsung 850 EVO III SSD zum Einsatz. Dieses bietet ein gutes Preisleistungsverhältnis für Fotos und weniger dringend benötigte Daten.

Samsung 960 PRO NVMe M.2 SSD

Samsung 960 PRO NVMe M.2 SSD

Samsung 850 EVO III SSD

Samsung 850 EVO III SSD

Für reinen Massendaten, bei denen es nicht auf die Geschwindigkeit ankommt, entschied ich mich für eine Western Digital Black in der 1 TB Ausführung. Mit Western Digital hatte ich in der Vergangenheit was Festplatten angeht sehr gute Erfahrungen gemacht.

Western Digital Black 1 TB

Grafik und IO

ASUS ROG Strix GeForce® GTX 1050 Ti 4GB GDDR5 

ASUS ROG Strix GeForce® GTX 1050 Ti 4GB GDDR5 

Bei den Grafikkarten bekam ich bei den vorhandenen Preisspannen einen kurzen, mittelschweren Herzinfarkt. Da ich aber als primärem Anwendungsfall Fotobearbeitung im Sinn hatte entschied ich mich für eine ASUS ROG Strix GeForce® GTX 1050 Ti. Diese ist mit circa 170 EUR noch durchaus bezahlbar und bietet zusammen mit dem weiter oben genannten i5 durchaus flüssiges Gameplay in UHD Auflösung, sicherlich nicht immer mit vollen Details, aber das war mir nicht so wichtig.

Da ich nie ein Freund einer großen Zahlenschlacht in Form von Benchmarks gewesen bin genügt es vielleicht, wenn ich sage, dass der PC, der mit circa 2200 EUR zu Buche geschlagen hat, es in der Performance ohne die geringsten Probleme mit einem i7 iMac in der 4000 EUR Kategorie aufnehmen kann. Mir genügt dies als Grund um einen Schritt zur Seite zu tun und zu überlegen, ob man Apple für den Desktopbereich wirklich weiterhin das Geld so in den Rachen werfen muss.

Für den mobilen Einsatz geht aber trotzdem weiterhin nichts über ein 13" Macbook Pro. ;-)

Der ZEN-Schreibtisch

Abschließend möchte ich noch einen kurzen Blick auf den wie nachfolgend gestalteten ZEN-Schreibtisch geben. Ich glaube, dass war es alles in allem Wert, auch mal abseits des Prestige von Apple Produkten sich nach Hardware umzuschauen. :-)

The Zen Desk